«E bäumigi Sach!»

Appenzellerisch für: «Eine grossartige Sache!»

Team MYBLUEPLANET Daniel Lüscher hält Planet weisser Hintergrund

Daniel Lüscher
Präsident MYBLUEPLANET

Dieser Ausdruck stammt von einem der Gründer von MYBLUEPLANET – Daniel Lüscher, geboren im Appenzell.

Gefragt, was abgesehen von der Familie, für ihn im Leben wichtig sei, lautete die spontane Antwort: «Schnee und Bäume!»

So führten im Jahr 2006 der Schneemangel und die Eisschmelze in der Arktis, die weltweite Abholzung sowie der Film «Eine unbequeme Wahrheit» von Al Gore zu einem folgenschweren Entscheid: Nämlich dass Daniel Lüscher sich sagte, jetzt ist es höchste Zeit, etwas zu tun.

Zusammen mit zwei Freunden gründete er beim Abendessen im Restaurant National in Winterthur die Klimaschutzorganisation MYBLUEPLANET ohne zu ahnen, was er damit in Bewegung setzte.

Logo MYBLUEPLANET Kreis blau weisse Schrift ohne Hintergrund

Gemeinsam aktiv für ein klimafreundliches Morgen

Nach mehr als 17 Jahren des Bestehens von MYBLUEPLANET, ist aus einer dreiköpfigen Initiative eine erfolgreiche und respektierte Bürgerbewegung mit 22 Angestellten und Dutzenden von freiwilligen geworden. Eine NGO, aus der konstant viele wirkungsvolle und nachhaltige Projekte entstanden sind, welche zum Teil auch ebenso erfolgreiche Nachfolgerprojekte initiiert haben oder von Firmen professionell übernommen und fortgeführt wurden.

Zeit also, diese einmalige und zumindest vorläufig unendliche Geschichte hier niederzuschreiben.

MYBLUEPLANET: Die Geschichte

2006

Plakat An inconvenient truth crisis of global warming al gore erdkugel schwarzer Hintergrund

Daniel Lüscher, zu der Zeit Pilot und Vater einer kleinen Tochter, fliegte regelmässig über die Arktis und bemerkte eine bedeutsame Veränderung:

«Ich sah das Packeis unter mir schmelzen wie ein Soft Ice in der Sommersonne. Und ich dachte, jemand sollte echt etwas dagegen tun.»

Nachdem er den Film «Eine unbequeme Wahrheit» von Al Gore in einem New Yorker Kino gesehen hatte, beschliesste er zu handeln.

 

Planlos, aber willensstark trommelte Daniel Lüscher zurück in der Schweiz einige Freunde zusammen. Innerhalb von nur zwei Wochen sammelten sie genügend Geld, um den Klimafilm mit Al Gore eine Woche lang gratis in Winterthurer Kinos zu zeigen.

Jede der bis zu 4 Vorführungen täglich ist bis auf den letzten Platz besetzt. Erfolg: Mehr als 15’000 Menschen sahen den Film.

Sogar das Winterthurer Kino Kiwi ist voll besetzt. Nicht mal ein James Bond Film hatte das je geschafft!

Schon bald fanden sich Nachahmer:innen und Schaffhausen und Zug übernehmen die Idee der «Gratis-Kinotage». Am Ende sehen mehr als 30’000 Personen den Film und werden wachgerüttelt. Viele davon melden sich anschliessend als Volunteers und wollten mithelfen.

Das ist die Geburtsstunde der Klimaschutzbewegung MYBLUEPLANET als eine Initiative von Bürger:innen, die in ihrem eigenen Leben einen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten wollen.

2007

Baum schauffeln zwei Personen pflanzen

Der Klimawandel stand erstmals an der Spitze des Sorgenbarometers in der Schweiz. Leider noch nicht nachhaltig, denn er wurde gegen Jahresende wieder von den Sorgen Arbeitslosigkeit, Altersvorsorge und Gesundheitswesen überholt.

Im Vordergrund standen dabei die Begriffe:

POSITIV – LOKAL – KONKRET – IMPACT.

Karin Witschi und Kai Pulfer stossen als Volunteers zu MYBLUEPLANET. Der Verein benötigt nun nicht nur ein Konzept, sondern auch ein Postfach und vor allem eine Homepage, um rechtlich handlungsfähig zu werden.

Als Anschubfinanzierung war Andreas Reinhart von der Volkart Stiftung bereit, über einen Zeitraum von drei Jahren eine Geschäftsstelle mit CHF 150’000 zu finanzieren.

Bedingung dafür ist jedoch ein Businessplan. Dieser wurde von Karin Witschi und Simone Hochstrasser in Rekordzeit erstellt. Die Geschäftsstelle konnte starten.

MYBLUEPLANET startete eine grosse Plakataktion in den Stadtbussen von Winterthur. Ein Jahr lang hängte jeden Monat ein neues Plakat zu einem Thema aus Klima- und Umweltschutz in den Bussen. Die Slogans bewirkten ein Nachdenken und Flyer regten die Busfahrenden zum eigenen Handeln an.

Das Projekt lief noch recht harzig. Die Volunteers opferten viel Zeit und kämpften um Themen, Produktion und vor allem für die Finanzierung jedes Plakates.

Dank der Unterstützung von Winterthurer KMUs und Privatpersonen wurde es jedoch ein Erfolg. Die Winterthurer Öffentlichkeit wurde zum ersten Mal richtig aufmerksam auf MYBLUEPLANET und das Thema Klimaschutz.

Nun ging es Schlag auf Schlag. Die Ideen sprudelten nur so. Neue Volunteers stiessen dazu.

Mit den Bäumen sollte ein sichtbares und bleibendes Zeichen für die MYBLUEPLANET-Projekte gesetzt werden. Für jede verwirklichte Idee wurde ein Baum mit Hinweistafel dazu am Mattenweg in Winterthur gepflanzt.

Aus den ersten drei Bäumen wird sehr schnell ein veritabler Weg für den Klimaschutz.

In der Folge entstand daraus das Baumpflanzprojekt MyBlueTree.

Am 29.03.2007 verteilte MYBLUEPLANET zusammen mit 45 Unternehmen über 1’000 DVDs des Films «Eine unbequeme Wahrheit» an die Winterthurer Bevölkerung.

Ziel ist es, die DVDs nach dem Anschauen weiterzugeben, um die Verbreitung zu vergrössern. Dabei werden einige per Google Maps verfolgt, um zu dokumentieren, wo und wie oft die DVD angeschaut wurde.

Gleichzeitig erhielten alle Oberstufen-Schulhäuser eine DVD gratis. Erst im Raum Winterthur, danach im ganzen Kanton Zürich.

Aus diesem Projekt entstand als Spin-off der Verein «Filme für die Erde», die national und international mit Filmen und Festivals den Klimaschutzgedanken verbreitet.

Nicht nur die Stadt Winterthur mit Bevölkerung und Politik, sondern auch die Wissenschaft sollte sich Seite an Seite mit MYBLUEPLANET für den Klimaschutz engagieren.

Nach den bisherigen Erfolgen war es ein Anliegen von MYBLUEPLANET, dass auch die Stadt und die Politik vermehrt zu der neuen Klimaschutz-Bewegung standen.

Als dritte im Bunde gesellte sich nun dank Claudia Kaspar auch die Wissenschaft dazu. Sie ermöglichte in Kooperation mit der ZHAW die Ausschreibung eines Projektwettbewerbs für Studierende im Bereich des angewandten Klima-/Umweltschutz. Dabei sollten vier Diplomarbeiten gefördert und die beste Arbeit mit einem Förderpreis ausgezeichnet werden.

Junge Akademiker:innen sollten so in die praktische Entwicklung von nachhaltigen kurzfristig umsetzbaren und breit anwendbaren Klimaschutzmassnahmen eingebunden werden.

In einer zweiten Projektphase zwischen 2008 – 2012 sollte zusätzlich der Transfer auf andere Schweizer Fachhochschulen und Universitäten erfolgen.

Als nachhaltige Folge dieses ZHAW-Förderpreises entstand der SGES/SDG-Preis, der auch 2024 noch immer existiert.

Bäume Wald grün Rasen Sonne Licht grün

Bilanz nach einem Jahr

2007 war ein Jahr der Klimakatastrophen. Auf den wärmsten Winter bis dato folgte der wärmste Frühling. Nicht nur in Europa, sondern weltweit sorgten Hitzewellen, katastrophale Waldbrände, Stürme und Überschwemmungen für Tod und Verwüstung.

MYBLUEPLANET traf damit den Zeitgeist. Die Bevölkerung machte mit. Das Engagement der Gründer, Volunteers und der teilnehmenden Unternehmen war genauso spürbar wie die Glaubwürdigkeit. Die Entwicklung verlief steil nach oben. Der Erfolg der Projekte war nicht beschränkt, sondern setzte sich in Folgeprojekten nachhaltig fort und verbreitete sich.

Auch wenn es erst noch kleine Mosaiksteinchen waren, war bereits sichtbar, dass die Investitionen von Zeit und Geld in die Bewegung sich lohnten. In der Folge begeisterten sich immer mehr Menschen für Klimaschutz und leisteten einen Beitrag als Volunteer.

2008

Stand blau draussen gruppe myblueplanet

Als eine der ersten Firmen zeigte die Migros, dass sie Anliegen von Umwelt und Gesellschaft ernst nimmt. Sie stellte auf freiwilliger Basis Arbeitskräfte für Projekt- oder Businessarbeit im Klimaschutz temporär frei.

Die Erfahrung zeigte, dass diese Weiterbildungen den Horizont erweitern und bei Angestellten Sozialkompetenz und Teamfähigkeit fördern.

Nicht nur die Migros ist bis heute dabeigeblieben. Circa 40 Firmen pro Jahr nutzen mittlerweile diese Gelegenheit zum aktiven Engagement von Mitarbeiter:innen.

2009

Logo energie bewegt Winterthur grün mit weissen Hintergrund

Nebst kleineren Aktionen wie dem Klimaballon, dem Energie-Basar Turbenthal, der Teilnahme an der bluetech Messe in Winterthur und den blauen Samichläusen, wurde in diesem Jahr der Grundstein zur Klimawerkstatt gelegt.

Der in Zusammenarbeit mit der ZHAW und der Stadt gegründete Verein «energie bewegt winterthur» ist ein Zusammenschluss der Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlichen Hand sowie von engagierten Einzelpersonen und heute ein wichtiger Player für die nachhaltige Entwicklung der Stadt und Region Winterthur.

2010

Bike4car stand orange draussen fahrrad blauer Helm

Mit dem Projekt BIKE4CAR.CH wurde ein jahrelanges, erfolgreiches Grossprojekt gestartet. Autofahrer:innen konnten im Rahmen der Aktion ihren Autoschlüssel abgeben, um während zwei Wochen kostenlos ein Elektrovelo auszuprobieren.

Unterstützt durch das Bundesamt für Energie und aktiv gefördert durch Coop ist das Projekt ein nachhaltiger Erfolg und machte MYBLUEPLANET schlagartig überregional bis nach Genf und ins Tessin bekannt.

Erstmals fand eine Kooperation mit der Romandie statt. MYBLUEPLANET ist präsent an den Ethical Fashion Days in Genf und am Festival de la terre in Lausanne, wo auch der neue Hub Romandie entstand.

Das reich befrachtete Jahr 2010 brachte auch den Schweizer Zerotracer Rennwagen für das Zero Emission Race rund um den Globus nach Winterthur.

Das Projekt Jetzt eins aufs Dach mit dem Ziel 1’000 neue Solardächer in der Region zu bauen, ein Mobilitätstag in Wädenswil, eine erneute Klimawerkstatt und die Teilnahme am Fest Zürich Multimobil gehörten ebenfalls zu den Aktionen.

Unsere blauen Kläuse pflanzten erst an der 2 Grad-Ausstellung in Basel einen Klimabaum pflanzten und anschliessend verteilten sie in Winterthur, Aarau und Zimmerberg Merci-Lebkuchen.

2011

ClimateLab Lernende Jugendliche Sitzungszimmer Lehrer Experte

Erstmalig für Winterthur entwickelte in der Zukunftswerkstatt «Aufbruch zur Energiewende» rund 80 Vertreter:innen lokaler Organisationen, von Vereinen, NGOs, Bildung, Kultur, der Stadtverwaltung und engagierte Einzelpersonen zusammen gemeinsame Vorstellungen und Handlungsfelder zu Klimaerwärmung, Energie und Nachhaltige Entwicklung.

Die Klimawerkstatt mauserte sich zum Projekt ClimateLab. Die erste konkrete Aktion in diesem Rahmen fand in Marthalen statt, wo die Themen Bio-Gas und Windkraft im Vordergrund standen.

Die ClimateLab Workshops vermitteln Lernenden wichtiges Hintergrundwissen zu den Themen Klimaschutz und Projektmanagement. Und regen dabei auch an, selbst nachzudenken, Ideen zu entwickeln und diese umzusetzen. ClimateLab ist ein nachhaltiges und erfolgreiches Kernprojekt von MYBLUEPLANET, da so viel Ideen in die Firmen zurückfliessen.

BIKE4CAR.CH startet neu in Wädenswil und ein SBB Thurbo für die Ostschweiz fährt neu mit dem MYBLUEPLANET Logo und weithin sichtbarer Botschaft.

Die Geschäftsstelle wurde auf zehn Personen vergrössert und 100 neue Volunteers sowie viele neue Partner stiessen dazu.

Bäume Wald grün Rasen Sonne Licht grün

2011

Heftige Unwetter verwüsteten das Berner Oberland und das Wallis. Unzählige Tornados suchten die die USA heim. In Somalia herrschte enorme Dürre und in Thailand versanken grosse Landesteile inklusive Bangkoks in endlosen Überschwemmungen durch den Monsun.

Doch nichts bestimmt das Jahr so stark wie die Explosionen des AKW Fukushima in Japan. Das Vertrauen in die Atomkraft sinkt massiv. 

Der Nationalrat wollte die Anwendung der kostendeckenden Einspeisevergütung KEV auf mehr Fälle ausdehnen und damit kleine Solar- Wind- und Wasserkraftwerke fördern.

In der Folge lancierte MYBLUEPLANET zwei wichtige Projekte für einen nachhaltigen Impact, nicht zuletzt bei der ganz jungen Generation: Das vierjährige Bildungsprogramm Klimaschule und Solarzellen auf Schulhausdächern installieren.

2012

Schüler installieren Solardach auf Schule | Aktion von Jede Zelle Zählt von MYBLUEPLANET

Jedes Kilo zählt stellte verschiedene Monatsthemen wie Wasser, Ernährung, Mobilität oder Ferien in den Fokus. Das papierlose Büro wurde direkt auch in der MYBLUEPLANET Geschäftsstelle konkret umgesetzt.

Daraus entwickelte sich einerseits die Climate Actions App «Werde zum Climate Hero» und andererseits ClimateActions 4 Companies, eine Beratung mit Umsetzungsplan für KMUs zur Reduktion von Treibhausgasen bis hin zu Netto Null.

Jede Zelle zählt half Schulen bei der Installation von Solarpanels auf deren Dächern. Dank Crowdfunding und der tatkräftigen Mithilfe der Schüler:innen entstand das erste von vielen weiteren Solardächern auf der Sekundarschule Rychenberg.

Aus diesem Projekt entwickelte sich das Programm Klimaschule, ein vierjähriges Bildungsprogramm zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Nach Abschluss und Erfüllung von zehn definierten Kriterien erhalten die Schulen das Label «Klimaschule» als Auszeichnung für besonderen Einsatz für den Klimaschutz.

Das dritte Grossprojekt fand dank grosszügigem Sponsoring der Stadt Winterthur im September zum ersten Mal statt. Die Klimalandsgemeinde.

Dabei konnten von privater Seite konkrete Projekte für den Klimaschutz eingereicht werden. In einer öffentlichen Abstimmung stimmen dann Bürger:innen wie bei einer Landsgemeinde ab, welches Projekt den Zuschlag und damit eine Förderung von CHF 10’000 zur Umsetzung erhält.

Aus den vier jährlichen Landsgemeinden sind die nachhaltigen Projekte: Wiederverwerkle zum Upcycling von Holz und Metall, Bare Ware zum Einkaufen ohne Gebinde, Restessbar.ch zum gratis Verteilen nicht genutzter Lebensmittel, sowie das Give&Take zum Tauschen statt Wegwerfen von vielen Dingen des Alltags entstanden.

So ganz nebenbei hat sich auch Beni Turnheer bei BIKE4CAR.CH ein Velo geholt. Dazu wurden zwei bluecamps abgehalten und MYBLUEPLANET war am Energy and Climate Summit in Bern vertreten. Und auch die blauen Kläuse waren im Dezember am blueday wieder unterwegs.

2013

Jugendliche Freude sofa couch

Nach dem Aufbau von den drei kräfte- und zeitraubenden Grossprojekten stand das Jahr 2013 unter dem Motto Konsolidierung. Bestehendes wurde ausgebaut, verbreitert und verbessert. Insbesondere auch bluecamps fanden vermehrt statt.

2014

Jassen fürs Klima karten Jass Teppich blau

Mit Google nahm erstmals ein Global Player am Projekt Corporate Volunteering teil und half, den Ideenweg mit zahlreichen Bäumen zu pflegen und aufzufrischen.

An den Switching Days konnten Bürger:innen erfahren, wie sie die Zusammensetzung ihres Stroms klimafreundlicher gestalten können. Im Verkehrshaus Luzern, der Umweltarena Spreitenbach und im Kindercity Volketswil fand, unterstützt vom Bundesamt für Energie, ein attraktives Sonderprogramm mit Filmen und Podiumsgesprächen zum Thema erneuerbare Energien statt.

Zudem zeigte das Jassen fürs Klima unter Leitung des SRF Samschtig-Jass-Schiedsrichters Dani Müller, dass sich Innovation und Bodenständigkeit bestens ergänzen können.

2015

Hazel Brugger war bei unserem Neujahrsapéro mit dabei!

Wir knüpften wertvolle Beziehungen mit Freitag, der Stadt Zürich, Maag Recycling und dem WWF – denn wir alle lieben den Planeten.

Bis heute ist unser grosses Netzwerk Grundpfeiler unseres Erfolgs.

2016

 

MYBLUEPLANET verteilte Pflanzen für freudiges Gärtnern auf Balkonen und mit der Energy Challenge in Zürich wurde in Zusammenarbeit mit Energie Schweiz ein echtes Meilenstein-Projekt lanciert.

Im Hauptbahnhof Zürich strampelten viele Menschen – unter anderem auch Sara Meier und der Rapper Stress – auf Standvelos um die Wette, um den Promis in einer Wohnbox das Kaffee kochen, Föhnen oder Staubsaugen zu ermöglichen.

BIKE4CAR.CH ist danach in fast allen Städten der Energy Challenge aktiv. Nach Zürich auch in Neuenburg, Montreux, Aarau und Basel. Auch Marco Fritsche, Heidi Happy oder Gilbert Gress unterstützen nebst vielen anderen tatkräftig die Aktion.

Der Tag der offenen Tür gewährte allen Interessierten einen Einblick in die Geschäftsstelle und die Arbeit von MYBLUEPLANET.

Beim Sponsorenlauf «Jede Runde zählt» rannten viele Lernende im Zürcher Letzigrund-Stadion mit und ermöglichten so den Bau von einem Solardach in Bangladesch.

Das erste Give&Take-Häuschen zum Tauschen von Alltags-Gegenständen wurde eingeweiht.

In Utenberg LU wurde eine weitere Solaranlage eingeweiht. Nebst den schon traditionellen Anlässen wie Jassen fürs Klima und blueday haben wir am Swiss Green Economy Symposium das MyBlueTree Projekt «Wir pflanzen 1’000 Bäume» lanciert.

Ein reich befrachtetes und sehr erfolgreiches Jahr geht zu Ende.

2017

 

MYBLUEPLANET feierte sein 10-jähriges Bestehen. Unter anderem war auch die frischgebackene Miss Earth Schweiz Sarah Laura Peyrel anwesend. Sie setzte sich danach auch an der Verteilaktion von MyBlueTree an der WOHGA und bei anderen Projekten ein. Diese waren erneut zahlreich. Nebst den usual suspects wie Workshops, BIKE4CAR.CH, bluecamps, Jassen fürs Klima und blueday gab es aber auch Premieren wie das Klimamenu-Projekt.

MYBLUEPLANET fördert mit dem «Less is More-Award» im Jahr 2017 zum ersten Mal junge Filmschaffende aus dem deutschsprachigen Raum bei der Produktion eines kurzen Werbefilmes zum Thema Suffizienz.

Und am Zürcher Filmfestival ist Al Gore persönlich anwesend zur Präsentation seines neuen Films «An Inconvenient Sequel» – «Immer noch eine unbequeme Wahrheit». Als Höhepunkt begrüsst Al Gore persönlich auf der Bühne Daniel Lüscher und in der Folge entsteht daraus eine Zusammenarbeit von MYBLUEPLANET mit dem Climate Reality Project von Al Gore, die bis heute andauert. 

In Zusammenarbeit mit Disney und dem WWF lud MYBLUEPLANET zu den Vorpremieren des Films in 8 Schweizer Städten zum Vorzugspreis von 10 CHF ein. Inklusive Spezialinformationen und -angeboten von MYBLUEPLANET und dem WWF. 

2018

Das neue Jahr startete bereits wieder mit einem Highlight. Angesichts immer wärmerer Winter gelang es MYBLUEPLANET, die Skigebiete von Arosa, Laax, Lenzerheide, Saas Fee und St. Moritz zur Umstellung auf 100% erneuerbare Energie zu überzeugen. Das Projekt «I am pro snow» ist ein voller Erfolg und wird auch von den Skifahrer:innen voll unterstützt. 

Da der Spass nicht fehlen soll, bauen Mitglieder des Swiss Ski Teams eine Ice-Stupa (Hütte) in Saas Fee.

Die weltweit grösste E-Mobilitäts-Rallye startete in Winterthur. Ein Team von MYBLUEPLANET startete mit einem auffälligen E-Mobil eine Tour durch die Schweiz, um die Ladekarte mybluecard mit Ökostromzertifikat bekannt zu machen. Sauber laden – sauber fahren.

Die Liste der andauernden Projekte wie bluecamps, SGES, Stewi-Parade und co. wird länger und länger. Ergänzt werden sie dieses Jahr durch einen Auftritt am Weltwassertag, einer Osternäschtli-Aktion von Agrotourismus, einer Samenverteilaktion in Zürich und einem Video zum Thema Foodwaste.

Das UG Phone, ein Handy mit Kurbel zum Aufladen, regt als virtuelles Konzept zum Nachdenken über das Konsumverhalten beim Handy-Kauf an.

2019

Sabrina Herold übernahm die Geschäftsführung bei MYBLUEPLANET in Winterthur. Zusammen mit dem zwölf-köpfigen Team der Geschäftsstelle und 240 aktiven Volunteers sollte die Klimaschutzbewegung erfolgreich weiter wachsen.

24 Teams aus Deutschland, der Schweiz und Österreich haben zum Thema Reparieren einen 40-sekündigen Werbespot eingereicht um den «LESS IS MORE» Kurzfilm-Award von MYBLUEPLANET von CHF 2’000 zu gewinnen.

Fridays for Future war das dominierende Phänomen der Stunde und zeigte das Engagement der Jugend für den Klimaschutz. MYBLUEPLANET lancierte dazu das neue Programm Klimaschule.

Ein Bildungsprogramm, das die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit handlungs- und erlebnisorientiert in den Schweizer Schulalltag integrieren soll. Schulen, die sich dabei besonders stark für den Klimaschutz einsetzen, erhalten zukünftig das Label Klimaschule.

Ein Klimatelefon gab täglich gratis Auskunft für Einzelpersonen, KMUs und Skigebiete zur Umsetzung von konkreten Klimamassnahmen.

2020

Neu im Vorstand sind Cornelia Stettler und Marie-Claire Graf, die sich seit längerem beim Verein engagieren. Dass man Graf für den Vorstand gewinnen konnte, sieht Vereinspräsident Daniel Lüscher als Chance, um mehr Jugendliche mit dem Engagement von MYBLUEPLANET zu erreichen:

«Wir freuen uns mit Marie-Claire nicht nur eine junge Vertreterin des Klimaschutzes im Vorstand zu haben, sondern auch eine so authentische, die schweizweit viel Ansehen für ihren Einsatz geniesst.»

Graf ist ein tragender Teil der Schweizer Klimastreikbewegung und vertrat die Schweiz beim Youth Climate Sum-mit der Vereinten Nationen 2019 in New York.

Der Verein blickte auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück: So konnte das MYBLUEPLANET Programm Klimaschule seit 2012 mit dem Bau von Solaranlagen auf Schulhausdächern 4’242 Tonnen CO2 einsparen. Mittlerweile sind hier 23 Schulen und mehr als 6’000 Schüler:innen schweizweit aktiv beteiligt. Im Jahr 2019 hatte das Programm eine mediale Reichweite von rund 6 Millionen und löste Investitionen im Gesamtwert von CHF 3 Millionen aus. Der Verein legte für 2019 erneut eine ausgeglichene Rechnung vor. Ebenfalls erfreulich das Engagement von Freiwilligen: Im Jahr 2019 unterstützten sie den Verein mit 14’000 freiwilligen Arbeitsstunden.

Trotz einer starken Planung für 2020 verzögerte die Pandemie die Umsetzung vieler Engagements von MYBLUEPLANET. Um den Verein finanziell zu entlasten, entschied sich die Volkart Stiftung deshalb frühzeitig auch für die Jahre 2021 und 2022 einen Betriebsbeitrag zu zusprechen. Sie begründet dies mit der langfristigen Ausrichtung von MYBLUEPLANET und dem erfolgreichen Agieren des Vereins im letzten Jahrzehnt.

2022

 

myblueplanet-klimaschutz-schweiz blaue daumen draussen

MYBLUEPLANET ist stetig gewachsen. Um das Wachstum weiter zu fördern und unsere wertvolle Arbeit bekannter zu machen, wird das Team durch feste Fundraising-, Kommunikations-, Admin- und IT-Stellen erweitert. Die Projektleitenden haben nun den Rücken frei, um sich voll auf ihre Kernarbeit zu konzentrieren.

Zehn aktive Klimaschutz-Programme und -Projekte stemmt MYBLUEPLANET nun: